Sonntag, 7. Februar 2010

Kreuzstich...

oder was ich im Handarbeitsunterricht am meisten hasste. In der Schule war ich wahrlich kein Freund des Handarbeitsunterrichtes. Werken fand ich viel aufregender. Die tantigen Lehrerinnen (ICH hatte tantige Handarbeitslehrerinnen, ich möchte nicht behaupten die wären alle so *grins*) kann ich noch heute vor mir sehen und viele der gräßlichen Projekte auch. Bis heute habe ich beim Wort häkeln einen schalen Geschmack im Mund und sehe vor meinem geistigen Auge einen petrolfarbenen Pullunder der, aufgrund der vorgeschriebenen Garnwahl und des zu häkelnden Musters, nach Fertigstellung die Anmutung eines wollenen Kettenhemdes hatte. Ich arbeite gerade daran meine Häkelphobie loszuwerden *schmunzel* - mal sehen ob das klappt.
Allerdings hätte ich auch nicht gedacht, daß ich jemals eine Begeisterung für das Sticken entwickeln könnte.

Aber genau das macht mir seit einiger Zeit soviel Freude, daß ich schon Bücher wälze, um Techniken zu lernen oder zu perfektionieren . Hätte mir das jemand vor ein paar Jahren erzählt, hätte ich eine Überprüfung der Tassenbestände im Oberstübchen empfohlen ;-) . So ändern sich die Zeiten.....

3 Kommentare:

  1. *grins*

    ich unterschreib mal alles, meine war auch voll ä*t*z*e*n*d. und jetz näh ich gern :)

    echt schade, dass man so versaut werden kann. viele trauen sich bestimmt auch jahre nicht daran es nochmal zu probieren.... schade!


    schönen sonntag!
    tina

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  2. Ich hatte in der Schule in Handarbeiten eine 1.
    Wer jetzt aber denkt, ich hätte die auch verdient, der irrt sich gewaltig. Den Norwegerpullover (blau mit Sternen über der Brust!!!) hat meine Mutter gestrickt - und die 1 dafür hat sie wohl verdient. Genauso ist es mit dem geknüpften Teppich in der Abschlussklasse - den hat sie auch gemacht, nachdem ich damit keinen Schritt weiterkam und er ungeachtet der Kosten für die Anschaffung des Materials in der Ecke meines Zimmers ein Schattendasein führte. Meine Mutter war eine begnadete Handarbeiterin. Sie hat mich auch immer bekniet, mich dieser schönen Tätigkeit anzunehmen - erfolglos!!! Ich habe erst mit Mitte Dreißig mit dem Stricken angefangen - sehr zum Leidwesen meiner Kinder, die meine mehr oder weniger gelungenen Kreationen anziehen mussten. Meine Mutter würde ihren Augen nicht trauen, wenn sie sehen könnte, was ich heute alles so mache!!
    Meine Handarbeitslehrerin war übrigens so eine ganz typische mit Knoten und sehr konservativ. Ich mochte sie aber sehr gern - weiß der Teufel, warum :))
    Meine jüngste Tochter zeigt Anzeichen, mal in die kreativen Fußstapfen von Oma und Mutter zu treten. Als sie beim Weihnachtsmarkt vor zwei Jahren drei gestrickte Schals mit auf den Tisch gelegt hat, habe ich sehr gestaunt. Im Gegensatz zu meiner Mutter habe ich meine Töchter nie drangsaliert, sich handarbeitstechnisch zu engagieren.Ich weiß aus Erfahrung, diese Leidenschaft wird sie finden oder nicht - man kann die Freude daran nicht erzwingen. Eher verleiden!! Einzig mein Sohn bat mich vor vielen Jahren, ihm das Schalstricken beizubringen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte :)

    Schöne Woche wünscht
    Marika von *hippieflausen*

    PS. Ich bin voll im Stress. Am 13. und 14. März ist Kunsthandwerkermarkt und so ein Tisch wird ja leider nicht von alleine voll. Jedes Jahr aufs Neue bekomme ich Panik, dabei quillt schon jetzt hier alles aus allen Nähten. An jedem Knopf oder Knauf hängt irgendein Teil und die Wohnung sieht aus wie ein Laden :))

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  3. Schön geschrieben! *lach* Und mir geht es ganz genauso...ich habe den Kreuzstich wieder entdeckt und finde ihn einfach super! Ich bin so sehr verliebt, dass ich sogar ein Webband dazu gemacht habe. ;-) UND: Noch sticke ich ja nur mit der Maschine, aber ich überlege ernsthaft mir wieder einen Stickrahmen zu kaufen und mal wieder etwas mit der Hand zu sticken.
    Deine Sachen finde ich jedenfalls ganz wundervoll!

    Liebe Grüße, Smila

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